Ebbes Schwäbischs em November 2013

Mamfred & Wunderle

Die Spätzünder

Standig Ovations in Lichtenstein -  Didi von Au und Gerald Ettwein zogen alle Register ihres Könnens

Freitag, 15. November 2013, J.-J.-Rösch-Gemeindehaus, Lichtenstein

Mamfred & WunderleBrainmaster  Körperwelten

Gerald Ettwein und Didi von Au, die beiden Urgesteine der schwäbischen Unterhaltungskunst begeisterten ihr Lichtensteiner Publikum derart, dass sie am Ende sogar stehenden Beifall erhielten - eine kleine gymnastische Entspannungsübung mit rhythmischem Klatschen blieb hierbei jedoch nicht ganz wirkungslos.

Mit Pepita-Hut und Zylinder und einem ganzen Feuerwerk musikalischer Späße und Clownereien ziehen die beiden schwäbischen Spaßmacher  Mamfred & Wunderle schon seit vielen Jahren durch das Land, um große wie kleine Leute zu erfreuen und ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Aus dem Lächeln wird schnell herzhaftes Lachen, wenn sie - wie mit ihrem neuen Programm "Die Spätzünder" - Einblicke in und Rückblicke auf Ihr bewegtes Leben geben. 

Dabei erklingen dann auch Songs, die allen vor 1960 geborenen noch deutlich präsent sind. Allerdings erklingen "Poor Boy" und "Satisfaction" dann auch so, dass sich ihr tieferer Sinn endlich auch einmal den nicht-englisch sprechenden Zuhörern erschließt nämlich - wie könnte es anders sein - auf Schwäbisch. Statt "I can get no satisfaction, no, no, no" heißt es dann ganz allgemeinverständlich: "I ben oifach net recht z'frieda, noi, noi, noi!"

Gesehen haben muss man, wie Mamfred nach Anwendung des "Brainmasters" plötzlich Antworten auf schwierigste Fragestellungen findet wie etwa: "Wann sagt ein Chinese "Guada Morga"?" - "Wenn er Schwäbisch glernt hot".

Köstlich auch die Beschreibung kleiner Nicklichkeiten des Alltags: Der verbale Kampf des tapferen Schwaben mit den Tücken der elektronischen "Fahrplanauskunft" der Bundesbahn und der vergebliche Versuch, per Telefon den richtigen Zug zu erfragen.

Beim Thema "Klassentreffen" ist dann echter  Körpereinsatz angesagt, wenn Mamfred in Unterhose und Doppelripp-Unterhemd einzelne Charaktere der früheren Klassenkameraden - vom Athletiker über den Leptosomen bis zum "Picknicker" darstellt. Hier ist Didi von Au in seinem Element.

Ein sehr vergnüglicher und kurzweiliger Abend für die zahlreichen Gäste im Evangelischen Gemeindehaus in Lichtenstein-Unterhausen. So wurde die bereits traditionelle Novemberveranstaltung des Geschichts- und Heimatvereins dem Anspruch einmal mehr gerecht, den Mitgliedern und Freunden eine niveauvolle Abwechslung in den nur allzu oft tristen und nebligen Herbsttagen zu bieten.
 

 

Dieter von Au (alias Mamfred) absolvierte eine Ausbildung zum Spielleiter/Theater und machte bereits in den frühen 90er-Jahren erste Gehversuche als Clown Clip. Sozialarbeit mit Behinderten, Kindern, Jugendlichen waren die Leitplanken seines Clowntheaters Sapperlot sowie Brennpunkt-Projekte seines Kinderprogramms Paletti & Clip.

 

 

Gerald Ettwein (alias Wunderle) übte sich schon in zarten Jugendjahren als Liedermacher und Folksänger. Er war 20 Jahre Mitarbeiter und Ensemblemitglied im Theater Lindenhof in Melchingen und macht seit über 20 Jahre eigene Komödy-Shows. Seit 2001 gibt es den wundersamen Herrn Wunderle auch mit seinem clownesken Zaubertheater für Kinder.


Wer den Abend versäumt hat, der kann einige der Höhepunkte des Abends auch auf der Internetseite der "Spätzünder" in Videoclips noch einmal Revue passieren lassen.

Mehr über "Mamfred & Wunderle"...   

Oder noch besser:

selbst erleben, denn Mamfred & Wunderle "spielen in Reutlinga, Pfullinga, Gönninga, Genkinga, Undinga, Willmandinga, Erpfinga, Mägerkinga, Trochtelfinga, Gomadinga, Hettinga, Inneringa, Hundersinga, Bensinga, Winterlinga, ...." und kommen so mit ihrem Programm "auf der ganza Welt rom".

 

 

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