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Reutlinger Generalanzeiger:
Pfullingen/Eningen/Lichtenstein / 09.12.2014

Reutlinger Generalanzeiger

Jubiläum - Geschichts- und Heimatverein Lichtenstein feiert 25-jähriges Bestehen. Gründungsmitglieder noch dabei
 

25 Jahre Engagement damit wir nicht vergessen

LICHTENSTEIN. Manches wäre ohne ihn sang- und klanglos in der Versenkung verschwunden: Der Geschichts- und Heimatverein Lichtenstein feierte jetzt sein 25-jähriges Bestehen mit seinen Mitgliedern im Gasthaus Schwanen in Unterhausen.

Noch nach dem Zweiten Weltkrieg war Kronenwirt Karl Reiff der Fahrer des Leichenwagens der Gemeinde und sorgte manchmal für einen Stau auf der B 312. Bilder wie dieses bewahrt der Geschichts- und Heimatverein Lichtenstein vor dem Vergessen. FOTO: PR

 

Am 28. Juni 1989 im Gasthaus Krone aus der Taufe gehoben, verfolgt der Verein das Ziel, die Ortsgeschichte Lichtensteins zu erfassen, ortstypische Gegenstände und Dokumente zu bewahren und diese allen Bürgern zugänglich zu machen.

Werner Vöhringer, seit Vereinsgründung Vorsitzender des Vereins, freute sich darüber, dass so viele Mitglieder aus den Anfängen dem Verein weiterhin verbunden sind. 1985 hatte Vöhringer alte Firmendokumente entdeckt und wollte diese nicht einfach dem Vergessen überlassen, sondern aufbewahren. Die Dokumente, darunter Rechnungen, Zeugnisse, aber auch Schuldverschreibungen, kamen beim Abriss der nach Trochtelfingen umgezogenen Firma Gebrüder Vöhringer, die Vöhringers Großvater Ernst Vöhringer 1921 in Oberhausen gegründet hatte, ans Licht.

In den folgenden Jahren fand Vöhringer Gleichgesinnte und suchte mit ihnen weitere Dokumente, die Zeugnis über die Geschichte des Ortes ablegen. Um die Aktivitäten der Hobbyhistoriker auf eine ordentliche Basis zu stellen, beschlossen sie die Gründung eines Geschichts- und Heimatvereins.

In seinem Grußwort zeichnete Bürgermeister Peter Nußbaum ein durchweg positives Bild des Vereins und lobte das rührige Engagement der Aktiven. Nicht nur die inzwischen umfangreiche Sammlung von ortsgeschichtlichen Dokumenten und Fotografien, die im Vereinsarchiv katalogisiert und abgelegt sind, fand seinen Beifall, sondern vor allem auch deren Aufbereitung und Präsentation in den alljährlichen Themenausstellungen, die immer regen Anklang in der Bevölkerung finden. Daneben hob Nußbaum das kulturelle Engagement hervor – wie die Mundartabende sowie Vorträge zu heimatkundlichen und geschichtlichen Vorgängen.
 

Wichtige Zeitzeugen

Günther Frick, stellvertretender Vorsitzender und treibende Kraft bei der Organisation der Themenausstellungen, gab einen Rückblick auf die einzelnen Ausstellungen. Den Reigen eröffnete 1994 eine Darstellung der Lichtensteiner Wirtschaften mit einem Streifzug durch die Geschichte von insgesamt 36 Gasthöfen, die in den vergangenen zwei Jahrhunderten im Ort existierten. Die Nutzung der Wasserkraft der Echaz beschrieb die Geschichte der zahlreichen Mühlen im Oberen Echaztal, und mit der Ausstellung eines historischen Klassenzimmers wurde an die ursprüngliche Nutzung des Vereinshauses in der Ludwigstraße als ehemalige »Alte Schule Oberhausen« erinnert.

Schriftführer Gert Lindemann zeigte in seinem Streifzug durch 25 Jahre Vereinsgeschichte in Bildern, was der Verein und seine Mitglieder geschafft, erhalten, archiviert und der Öffentlichkeit präsentiert haben. Er setzte drei wichtigen, inzwischen verstorbenen Zeitzeugen ein »Denkmal«: Paul Schweizer, ehemaliger Gemeindearchivar, verfügte über eine unübertroffene Ortskenntnis. Er übergab 1992 seine umfangreiche Sammlung historischer Fotografien dem Geschichtsverein, die den Grundstock des heutigen Archivs bildet. Elfriede Vöhringer, Kennerin der Geschichte Lichtensteins, legte bereits im Jahr 1989 die erste Chronik der geschichtlichen Ereignisse im Echaztal vor und schrieb den Text zur Ortsgeschichte auf der Internetseite des Vereins. Der Gemeindearchivar Wilhelm Reiff war an der Quelle des ortsgeschichtlichen Wissens und filterte aus den Aktenbergen die relevanten Dokumente heraus und lieferte damit wertvolle Beiträge für die ersten Themenausstellungen.
 

Ebbes Schwäbisches

Die ersten öffentlichen Auftritte des Vereins fanden mangels eigenen Räumen noch im Rathaus statt und befassten sich unter anderem 1990 mit der Zusammenlegung von Ober- und Unterhausen im Jahre 1930.

Die von Gert Lindemann organisierte Reihe »Ebbes Schwäbischs em November« wurde als Forum für schwäbische Mundart-Literaten, Kabarettisten und Musiker geschaffen, die für die Mitglieder und Freunde des Vereins eine Abwechslung in tristen und nebligen Herbsttagen bringen soll.

Von den 59 Gründungsmitgliedern, die den Verein vor 25 Jahren aus der Taufe gehoben haben, sind 49 noch immer dabei. 25 Mitgliedern der ersten Stunde überreichten Werner Vöhringer und Günther Frick an diesem Abend als Anerkennung eine Urkunde und eine kleine Anstecknadel. Den anderen 24 Mitgliedern werden ihre Urkunden zugestellt. Aktuell hat der Verein etwa 180 Mitglieder.

Werner Vöhringer dankte in seinem Schlusswort sowohl den Mitgliedern für ihre Mitarbeit, ihr Interesse und ihre Verbundenheit als auch der Gemeinde für die fortwährende Unterstützung der Vereinsarbeit durch die Überlassung der Vereinsräume. (GEA)
 

http://gv-lichtenstein.blogspot.com sowie www.ghv-lichtenstein.de

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Bericht im Original    

Geschichts- und Heimatverein Lichtenstein e.V., Ludwigstraße 8, 72805 Lichtenstein