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Reutlinger Generalanzeiger:
Pfullingen/Eningen/Lichtenstein / 12.05.2015

Reutlinger Generalanzeiger

Geschichts- und Heimatverein - Wechsel in der Führungsspitze. Werner Vöhringer macht Platz für Nachfolger
 

Bürgermeister Nußbaum übernimmt

 

LICHTENSTEIN. Bürgermeister Peter Nußbaum übernimmt den Vorsitz des Lichtensteiner Geschichts- und Heimatvereins. Diese Überraschung zeichnete sich für die rund 30 im Honauer Hotel Adler versammelten Vereinsmitglieder bereits im Rechenschaftsbericht des bisherigen Vorsitzenden ab. Werner Vöhringer legte sein Amt, das er seit der Vereinsgründung vor nunmehr 26 Jahren bekleidet, nieder und präsentierte der Versammlung Nußbaum als Nachfolger.

Bürgermeister Peter Nußbaum (links) löste Werner Vöhringer an der Spitze des Lichtensteiner Geschichts- und Heimatvereins ab. Foto: PR

Bürgermeister Peter Nußbaum (links) löste Werner Vöhringer an der Spitze des Lichtensteiner Geschichts- und Heimatvereins ab. Foto: PR

Vöhringer begründete seinen Vorschlag damit, dass die enge Verzahnung, die der Verein bereits seit seiner Gründung mit der Gemeindeverwaltung habe, durch die Übernahme des Vereinsvorsitzes durch den Bürgermeister noch intensiver zu gestalten sei. Vöhringer will sich jedoch noch nicht aufs Altenteil zurückziehen, sondern bleibt als Zweiter Vorsitzender aktiv. Der bisherige Zweite Vorsitzende Günther Frick wird sich als Beisitzer weiterhin intensiv um die Gestaltung und Organisation der Themenausstellungen kümmern.

Große Fußstapfen

Ein weiterer Wechsel betrifft das Amt des Kassierers. Jakob Buck, ebenfalls seit Vereinsgründung im Amt, übergibt die Kassenführung an Berthold Hartstein. Schriftführer Gert Lindemann, ebenfalls Gründungsmitglied, war bereit für eine weitere Amtszeit. Elvira Fink, seither als Beisitzerin im Vorstand, scheidet auf eigenen Wunsch aus.

Nußbaum erklärte der Versammlung, dass er die Verantwortung für den rührigen Verein gerne übernimmt. Er schätze sich glücklich, in der Gemeinde Lichtenstein einen so engagierten Geschichts- und Heimatverein zu haben. Mit Blick auf das Gemeindearchiv betonte Nußbaum die große Schnittmenge mit der Gemeinde, sodass es für ihn nun heute nur einer kurzen Überlegung bedurfte, einer Kandidatur zuzustimmen. Zwar sei es ihm etwas bang, ob die Fußstapfen nicht zu groß seien, doch sei er zuversichtlich im Hinblick auf die Kontinuität in der Zusammenarbeit mit den Gremien und sieht Synergien. Ein tiefes Verständnis der Ortsgeschichte helfe einem Bürgermeister, die Zukunft der Gemeinde zu gestalten.

Vor der Wahl berichtet Werner Vöhringer über ein erfolgreiches und aktives Vereinsjahr. Nach der Übergabe zahlreicher Bücher, Bilddokumentationen und Schriften zur Deutschen und Württembergischen und speziell auch zur Lichtensteiner Geschichte aus dem Fundus des langjährigen Vereinsmitglieds und Lichtenstein-Experten Gerhard Enderle konnte das Archiv weiter ausgebaut werden. Mit der Errichtung eines historischen Klassenzimmers als Dauerausstellung möchte der Verein auf die ursprüngliche Verwendung der heute als Vereinsräume genutzten Schulräume des ehemaligen Oberhausener Schulhauses verweisen. Ausstellungsmacher Günther Frick, unterstützt durch zwei ehemalige Lehrer der Uhlandschule, sei eine sehr authentische Gestaltung des Raumes gelungen.

Kassierer Jakob Buck belegte mit seinem Bericht einmal mehr, dass der Verein bei allen Aktivitäten auch das Haushalten beherrscht. Kassenprüfer Rudi Riemer fiel es nicht schwer, Buck eine solide Arbeit zu bestätigen. Er dankte Jakob Buck für die seit 25 Jahren stets einwandfreie Kassenführung.

Gesicht des Vereins geprägt

Den Blick nach vorne richtete Günter Frick. Vorrangiges Ziel sei es, aktiv Mitgliederwerbung zu betreiben. Eine Ausstellung »40 Jahre Gemeinde Lichtenstein« soll am 18. Mai im Foyer des Rathauses eröffnet werden und an die Vereidigung des Gesamtgemeinderats an diesem Tag erinnern. Angeregt durch Funde unterhalb der Burgruine Greifenstein soll die Geschichte des »Greifensteiners« aufgearbeitet werden.

Die Forderung, regelmäßige »Schwätzabende« zu veranstalten, griff der BilderTanz-Journalist Raimund Vollmer auf, der ein neues Filmprojekt plant. Er regte an, Zeitzeugen zu benennen, die bereit wären, vor der Kamera aus der Zeit nach dem Krieg zu berichten.

Ein Filmdokument, das die Gemeinde anlässlich der 900-Jahr-Feier der Gemeinde anfertigen ließ, weckte schöne Erinnerungen an die vielen Aktivitäten, bei denen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger mitgewirkt hatten. Die digitalisierte Version ist als DVD beim Verein erhältlich.

Zum Abschluss der Versammlung dankte Peter Nußbaum für das Vertrauen und vor allem dem seitherigen Vorsitzenden Werner Vöhringer für sein langjähriges Engagement sowie dem ganzen Vorstand, der das Gesicht des Vereins in so markanter Weise geprägt habe. (a)

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Bericht im Original    

Geschichts- und Heimatverein Lichtenstein e.V., Ludwigstraße 8, 72805 Lichtenstein